Bleiben Sie informiert  /  Freitag, 03. Juli 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Direkt zur Redaktion

[email protected]

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Mannheim und Ludwigshafen

Integrationsministerin Öney im Dialog mit Sozialforschern des MZES

17. Juli 2012 | Allgemeines, Bildung, Das Neueste, Gesellschaft, Politik

Bilkay Öney, Ministerin für Integration des Landes Baden-Württemberg, hat am Montag, 16. Juli 2012, das Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung der Universität Mannheim besucht. Die Ministerin tauschte sich mit dem Vorstand und Forscherinnen und Forschern des Instituts insbesondere über aktuelle Ansätze und Erkenntnisse der Migrations- und Integrationsforschung aus.

„Offenes Ohr der Ministerin bedeutet uns sehr viel“

„Dass die Ministerin ein offenes Ohr für unsere Forschung hat, bedeutet uns sehr viel“, betonte MZES-Direktor Professor Rüdiger Schmitt-Beck. „Denn wir haben den Anspruch, unsere Ergebnisse nicht nur in der internationalen Fachwelt zu publizieren, sondern sie auch für die Allgemeinheit nutzbar zu machen. Von uns erhobene Daten werden daher als öffentliches Gut behandelt und stehen für weitere Analysen zur Verfügung.“ Mit Migration und Integration befasst sich das MZES schon seit den 1990er-Jahren. Aktuelle Forschungsprojekte zu diesen Themen sind langfristig angelegt und international vernetzt. Ziel dieses für die Mannheimer Sozialwissenschaften charakteristischen Ansatzes ist es, Integration im Zeitverlauf zu beobachten und im Ländervergleich zu analysieren. So wollen die Forscher herausfinden, was Integration erleichtert oder behindert und wie diese Faktoren beeinflusst werden können.

Die Tatsache, dass in Mannheim zu etlichen Grundfragen der Integration geforscht wird, begrüßte Ministerin Bilkay Öney. „Politik tut gut daran, sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen zu orientieren und pragmatische Lösungsansätze frei von politischen Ideologien zu suchen. Deshalb ist für das Integrationsministerium der enge Kontakt zur Wissenschaft wichtig“, sagte die Ministerin. Mit dem Netzwerk Integrationsforschung wurde auf Landesebene eine Plattform geschaffen, die den Informationsfluss zwischen Politik und Wissenschaft intensivieren soll und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Land ermuntert, stärker als bisher über Forschungsergebnisse zu berichten. „Die Projekte am MZES behandeln wichtige Aspekte der Integrationspolitik, wie Sprache, Bildung und Diskriminierung.

Als Integrationsministerin freue ich mich über das große Gewicht, das dem Forschungsfeld Migration am MZES zukommt.“

Ethnische Vielfalt in Schulklassen behindert nicht den Zusammenhalt

Die Ministerin und die Sozialwissenschaftler sind sich einig darin, dass auf dem Gebiet der Integration von allen Beteiligten noch viel geleistet werden muss. So sind die Bildung und damit auch die Berufschancen von Menschen mit Migrationshintergrund nach wie vor unterdurchschnittlich.

Ergebnisse aus der MZES-Forschung zeigen aber auch positive Entwicklungen:

So wechseln Kinder aus Migrantenfamilien bei vergleichbaren Leistungen und einem ähnlichen sozialen Hintergrund sogar häufiger auf eine höhere Schule, als Kinder ohne Migrationshintergrund. Entscheidend ist nach Überzeugung der Migrationsforscher, dass bestehenden Nachteilen schon vor dem Schuleintritt entgegengewirkt wird. Auch ist ethnische Vielfalt nicht zwangsläufig ein Konfliktfeld. Das MZES Projekt „Children of Immigrants Longitudinal Survey in Four European Countries (CILS4EU)“ belegt, dass ethnisch gemischte Schulklassen einen ebenso starken sozialen Zusammenhalt aufweisen wie Klassen, deren Schüler alle deutschstämmig sind.

Das MZES ist mit rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern heute das größte universitäre Forschungsinstitut der deutschen Sozialwissenschaften. Seit seiner Gründung 1989 widmet es sich der Erforschung der gesellschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklung in Europa. Schwerpunkte liegen in der vergleichenden Europaforschung und der Untersuchung des europäischen Integrationsprozesses. Neben Migration, Bildung und Institutionen sind weitere wichtige Forschungsthemen die Wahl- und Wählerforschung sowie das Regieren in Mehrebenensystemen.

(Universität Mannheim, Foto:Integrationsministerin Bilkay Öney und Dr. Andreas Wüst, Referatsleiter Integrationsmonitoring und Integrationsforschung des Ministeriums (c) MZES )

 

Das könnte Sie auch interessieren…

Gasgeruch in Gebäude

Gasaustritt in Bergheimer Straße: Feuerwehr gibt Entwarnung Am Donnerstagmorgen gegen 9:15 Uhr wurden Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst zu einem möglichen Gasaustritt in einem Gebäude in der Bergheimer Straße alarmiert. Aufmerksame Zeugen hatten einen...

Besenstiel auf Fahrrad geworfen – 51-jährige Frau stürzt

14-Jähriger wirft Besenstiel auf Radfahrerin – Frau verletzt Ein 14-jähriger Junge hat am Mittwochnachmittag im Stadtteil „Im Rott“ eine Fahrradfahrerin mit einem Besenstiel verletzt. Gegen 16 Uhr hielt sich der Jugendliche an der Bushaltestelle in der Koblenzer...

Betrunkener Motorradfahrer landet im Acker

Betrunkener Motorradfahrer landet im Acker – Blutprobe angeordnet Ein offenbar alkoholisierter Motorradfahrer ist am frühen Donnerstagmorgen auf der K 4236 bei Heddesheim von der Fahrbahn abgekommen und in einem Feld zum Sturz gekommen. Der 27-Jährige war gegen kurz...

Hier könnte Ihr Link stehen

Mannheim – Veranstaltungen / Gewerbe

MaNa informiert

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

MaNa informiert