WEINHEIM. Alte Stromzähler raus – moderne digitale Messeinrichtungen rein: Am
kommenden Montag, 4. Februar, starten die Stadtwerke Weinheim in die zweiten
Runde des gesetzlich vorgeschriebenen Einbaus von digitalen Stromzählern in
Haushalte und Betriebe.
3.000 Netzkunden hat der Energieversorger deswegen im
vergangenen Jahr angeschrieben. Mit einem Vorlauf von mindestens drei Monaten
wurden diese darüber informiert, dass sie in 2019 ein neues Gerät mit digitaler
Messtechnik erhalten. „In den nächsten Monaten nehmen wir mit allen
angeschriebenen Haushalten nochmals Kontakt auf, um einen konkreten Termin für
den Zählertausch zu vereinbaren“, kündigt Geschäftsführer Peter Krämer an und
ergänzt: „Bei dieser Mammut-Aufgabe unterstützt uns die „Nordwestdeutsche
Zählerrevision“ – kurz NZR.“
Der Dienstleister ist von den Stadtwerken Weinheim
beauftragt, die Stromzähler vor Ort zu tauschen und so einen zügigen Wechsel der
Messgeräte zu gewährleisten. Am Tag des vereinbarten Zählertauschs können sich
sowohl die Mitarbeiter der Stadtwerke Weinheim als auch der NZR in jedem Fall
ausweisen. „Wer sich dennoch rückversichern möchte, ob die Techniker an der
Haustür keine betrügerischen Absichten haben, meldet sich telefonisch bei uns unter
106 – 0“, betont Peter Krämer.
Zählertausch für Energiewende Grund für den flächendeckenden Umbau von Stromzählern bzw. der
Zählerinfrastruktur ist das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende. In
Deutschland werden bis 2032 insgesamt 6,5 Millionen alte Zähler getauscht und
durch neue Geräte mit digitaler Messtechnik ersetzt. Künftig sollen so Strombedarf
und -erzeugung besser in Einklang gebracht werden. Die Stadtwerke Weinheim
haben im vergangenen Jahr in ihrem Netzgebiet bereits 2.200 Messeinrichtungen
getauscht und liegen gut im Zeitplan.
Wer mehr als 10.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbraucht, wird in den
nächsten Jahren ein intelligentes Messsystem erhalten, welches die erfassten Daten
auch automatisch übertragen kann. Bisher gibt es hierfür jedoch erst ein zertifiziertes
Gerät. Sobald drei Anbieter auf dem Markt sind, kann die Montage dieser
Messysteme beginnen